| Gebiet | Deutsches Recht | Griechisches Recht |
| Erbstatut (Internationales Privatrecht/Kollisionsrecht) |
Art. 25 Abs. 1 EGBGB: Staatsangehörigkeit zum Todeszeitpunkt |
Art. 28 ZGB: Staatsangehörigkeit zum Todeszeitpunkt |
| Erwerb der Staatsangehörigkeit |
StAG:
ius sanguinis, ggfs. doppelte Staatsangehörigkeit |
Kodikas Ellinikis Ithangenias (Kodex der griech. Staatsangeh.):
ius sanguinis, ggfs. doppelte Staatsangehörigkeit;
falls keine andere Staatsangehörigkeit erworben wird: ius soli
|
| Rück- und Weiterverweisung (IPR) |
zu beachten gem.
Art. 4 Abs. 1 EGBGB; mögliche Folge:
Nachlass-Spaltung |
Art. 28 ZGB: keine Rück- oder Weiterverweisung durch ausländisches IPR; somit grundsätzl. Nachlasseinheit |
| Rechtswahl |
Eingeschränkt zulässig:
Art. 15 Abs. 2 EGBGB (Eherecht); Art. 25 Abs. 2 EGBGB (Erbrecht) |
Keine Zulässigkeit der Rechtswahl |
| Testierfähigkeit |
Ab 16 Jahren, § 2229 Abs. 1 BGB
|
Ab 18 Jahren, Art. 1719 ZGB |
| Erbvertrag |
Zulässig, §§ 2274 ff. BGB;
auf die ebenfalls zulässige Schenkung von Todes wegen finden die Vorschriften über Verfügungen von Todes wegen Anwendung (§ 2301 BGB) |
Nicht zulässig, Art. 368 ZGB. Mögliche Alternativen: Vermächtnisvertrag, Schenkung von Todes wegen, Art. 2032 ff. ZGB (anwendbar sind die Vorschriften über Schenkungen) |
| Gemeinschaftliches Testament |
Zulässig für Ehegatten, §§ 2265 BGB |
Nicht zulässig, Art. 1717 ZGB. |
| Pflichtteilsrecht |
Berechtigte: Abkömmlinge, Eltern, Ehegatte, § 2303 BGB. Höhe: Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Das Pflichtteilsrecht besteht in einer Nachlassverbindlichkeit gegenüber dem oder den Erben (also keine eigene Erbenstellung). |
Berechtigte: Abkömmlinge, Eltern, Ehegatte, Art. 1825 ZGB. Höhe: Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Das Pflichtteilsrecht führt zu einer Miterbenstellung.
|